
... wie in der Einleitung schon erwähnt, gehört der Bärlauch mit zu den beliebtesten Wildkräutern überhaupt. Auch ich lieb ihn über alles und freu mich jedes Jahr wie Bolle, wenn ich die ersten Blättchen aus dem Boden sprießen sehe. Ich verfall das regelrecht in ein Bärlauchfieber ;-) So beliebt er ist, so viele Mythen und Fehl- bzw. Falschinformationen ranken sich leider auch um ihn. Welche stimmen, welche nicht, erfährst du hier!
Fangen wir mal mit den Fakten an ;-)
Bärlauch wächst mit Vorliebe an feuchten, schattigen Standorten, in Auwäldern und humusreichen Laubwäldern, in Buchen- und Buchenmischwäldern, nicht selten auch auf Friedhöfen!
Der Bärlauch ist nicht nur extrem lecker, sondern auch unglaublich gesund. Er enthält unter anderem schwefelhaltige Verbindungen, Aminosäuren, wie z.B. Allicin, Adenosin, Flavonoide, Saponine, Schleimstoffe, Chlorophyll, Vitamin C, B-Vitamine, Provitamin A sowie wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Magnesium, Kalium, Mangan, Phosphor und viele mehr. Bärlauch wirkt unter anderem antioxidativ, antibakteriell, antibiotisch, entzündungshemmend, blutdruck- und cholesterinspiegelsenkend, gefäß- und herzstärkend, durchblutungsfördernd, entgiftend, schleimlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, allgemein stärkend und vieles mehr... ein absolutes Powerfood, das Bärenkräfte weckt ;-)
Auch für die Haut ist er ein tolles Kraut, sowohl innerlich als auch äußerlich. Neuesten Studien zufolge regt der Bärlauch die Kollagenbildung an und fördert die Hautregeneration, was in mehr und mehr zu einem neuen Anti-Aging-Kraut aufblühen lässt ;-)
Kommen wir nun zu Mythen bzw. Falsch- und Fehlinformationen ;-)
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mein absolutes Highlight unter den Falsch- und Fehlinformationen ist der sog. vermeintlich "sichere" Knacktest - leider tauchen im Netz imer
wieder Videos und Beiträge auf, in denen behauptet wird, dass der sog. Knacktest ein absolut sicheres Bestimmungsmerkmal beim Bärlauch sei - NEIN - das stimmt leider nicht,
denn auch das Maiglöckchen knackt, wenn man das Blatt knickt - gerade beim Bärlauch ist es extrem wichtig, auf ALLE Merkmale zu achten, die da wären:
- aus jeden Stiel wächst ein Blatt
- weiße Blattscheide, junge Blätter sind unten eingerollt
- Blätter sind zart, dünn, ein bisschen labbrig, oben glänzend, unten matt
- Stiel ist dreieckig
- Mittelrippe knackt - beim Maiglöckchen, aber eben auch
- riecht intensiv nach Knoblauch - die Finger aber dementsprechend schnell auch
-> Fazit: Beim Bärlauch ist es immer wichtig, auf alle Merkmale zu achten und Blatt für Blatt zu sammeln! Verlass dich niemals nur auf den Knacktest oder Geruch allein, das kann tatsächlich böse enden!!!
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Trocknen ist eine tolle Konservierungsmöglichkeit - leider auch falsch - Bärlauch solltest du am besten frisch genießen, beim Trocknen verliert er leider den Großteil seines
Aromas und die meisten einer heilkräftigen Inhaltsstoffe verflüchtigen sich - deshalb ist das oft hoch angepriesene Bärlauchsalz als Geschenk eher nicht so optimal, es sieht zwar schön
aus, aber letztendlich steckt nicht mehr viel drin! Tolle Alternativen zum Konservieren sind z.B. Bärlauchöl, Bärlauchpesto oder auch ein Oxymel mit Bärlauch ;-)
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Bärlauch wirkt blutdruckregulierend - leider auch falsch - Bärlauch wirkt blutdrucksenkend, das ist großer Unterschied! Menschen mit niedrigem Blutdruck sollten nicht all zu
viel Bärlauch naschen, da der Blutdruck dann soweit sinken kann, dass das Herz dagegen wirkt, weil den Blutdruck wieder steigern möchte, das kann ziemliches Herzrasen verursachen und ist sehr
unangenehm, ist mir selbst tatsächlich mal passiert!
- Bärlauch wird mit der Blüte giftig - auch das ist falsch - Bärlauch ist generell in allen Teilen essbar, sowohl Blätter, als auch Knospen, Blüten, Samen und Zwiebeln. Man sagt nach Walpurgis schwinden seine Heilkräfte, giftig hingegen ist er dann nicht!!!
Möchtest du tiefer in die Welt der Wildkräuter eintauchen, den Bärlauch sicher bestimmen lernen und mehr über heimische Wildkräuter und Wildpflanzen und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten erfahren?
Dann komm doch mal auf eine meiner Wildkräuterwanderungen und Kräutertouren mit! Weitere Infos und Termine findest du HIER! Oder besuch einen meiner Workshops, nähere Infos und Termine dazu findest du HIER!
Ich freu mich auf dich,
deine Kräuterfee Nicole
Wichtiger Hinweis - zur Beachtung
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Die Anwendung bzw. Verwendung von Wildkräutern kann Allergien, Unverträglichkeiten, Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen und erfolgt auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Vor eigener Anwendung, bei ernsthaften Beschwerden, Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Allergien sowie für eine Diagnoseerstellung und entsprechende Therapie ist deshalb immer medizinisches Fachpersonal - ein Arzt, Heilpraktiker oder Therapeut - aufzusuchen. Mit ihm sind die Wirkungen und möglichen Nebenwirkungen zu besprechen.
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